FAQ zur HBSC-Befragung 2022

Was ist HBSC?

Die Kinder- und Jugendgesundheitsstudie „Health Behaviour in School-aged Children“ ist eine seit 1982 bestehende internationale Forschungskooperation zur Untersuchung des Gesundheitsverhaltens von Kindern und Jugendlichen. Sie wird durch die Weltgesundheitsorganisation WHO unterstützt. Luxemburg hat im Jahr 1999 erstmals eine HBSC-Pilotbefragung durchgeführt und nimmt seit 2006 alle 4 Jahre  an den HBSC-Befragungen teil. Der Kern des Forschungsprojektes ist eine Befragung von Kindern und Jugendlichen an Primar- und Sekundarschulen zu den Themen Gesundheit, Gesundheitsverhalten und soziales Umfeld, wie Familie, Freunde und Schule. Die Daten werden in Zusammenarbeit mit dem Ministère de l’Éducation nationale, de l’Enfance et de la Jeunesse, dem Ministère de la Santé und der Forschungsgruppe Youth Research der Universität Luxemburg sowie dem HBSC Research Network erhoben und ausgewertet.

Warum wurde ich ausgewählt?

Die Schulklassen wurden per Zufallsprinzip aus dem Schulregister ausgewählt und vom Service de Coordination de la Recherche et de l’Innovation Pédagogiques et Technologiques (SCRIPT) zur Teilnahme eingeladen. Die ausgewählten Klassen und Teilnehmer sind dabei repräsentativ für die Zielgruppe der Kinder und Jugendlichen in Luxemburg. Die Teilnahme an der HBSC-Studie Luxemburg hilft, die Zusammenhänge zwischen der Gesundheit, dem Gesundheitsverhalten und dem sozialen Umfeld von Kindern und Jugendlichen besser zu verstehen. Die Ergebnisse von HBSC werden als Grundlage für die Politik und Praxis genutzt, um die Gesundheit und das Wohlbefinden junger Menschen zu verbessern. Jeder Teilnehmer ist wichtig für das Gelingen dieses Vorhabens.

Ist die Teilnahme freiwillig?

Die Teilnahme an der Studie ist freiwillig. Sowohl die Eltern minderjähriger Schüler als auch die Schüler selber haben das Recht, die Teilnahme zu verweigern.

Welche Themen werden abgefragt?

Kindern und Jugendlichen an Primarschulen und Sekundarschulen werden Fragen zum Wohlbefinden (Lebenszufriedenheit, Gesundheitsbeschwerden usw.), zum Gesundheitsverhalten (Sport, Ernährungsverhalten, Zahngesundheit, Konsum von Tabak und Alkohol, Größe und Gewicht), zu ihrem sozialen Umfeld (Unterstützung durch Freunde und Eltern, Zufriedenheit mit der Schule), zu Verletzungen, Bullying/Mobbing in der Schule, Teilnahme an Schlägereien, zur Nutzung sozialer Netzwerke und zur Soziodemografie (Alter, Geschlecht, Migration, Haushaltsstruktur und Lebensumstände der Familie usw.) gestellt. Jugendlichen an Sekundarschulen werden zusätzlich Fragen zu Cannabis und anderen Drogen sowie zur Sexualität und Verhütung gestellt.

Was geschieht mit den Daten?

HBSC unterliegt den allgemeinen Datenschutzbestimmungen, die in Luxemburg gelten. Das bedeutet, dass sämtliche Antworten streng vertraulich behandelt, anonymisiert und nur für wissenschaftliche Zwecke verwendet werden. Anonymisiert bedeutet, dass die Antworten nicht mit der Identität in Verbindung gebracht werden können. Durch die Arbeitsteilung zwischen SCRIPT und der Universität ist es den beteiligten Forschern als auch Außenstehenden nicht möglich, Teilnehmer zu identifizieren. Die Mitarbeiter des SCRIPT wählen die zu befragenden Schulklassen aus, aber sie haben keinen Zugriff auf die Antworten der Schüler. Die Mitarbeiter der Universität Luxemburg erhalten die anonymen Antworten der Schüler, aber sie wissen nicht, welche Schulklassen ausgewählt wurden. Die anonymisierten Daten werden in elektronischer Form für unbestimmte Zeit auf Servern der Universität Luxemburg und der Universität Bergen in Norwegen gespeichert, um sie mit früheren und zukünftigen HBSC-Befragungen zu vergleichen. Dabei haben zunächst nur die direkt am Projekt beteiligten Forscher Zugriff auf die Daten. Nach Abschluss des Projekts werden die anonymisierten Daten anderen Forschern zu wissenschaftlichen Zwecken zur Verfügung gestellt. Die anonymen Papierfragebögen werden für einen Zeitraum von 10 Jahren sicher an der Universität Luxemburg gelagert und dann vernichtet.

Welche Organisationen bieten Kindern und Jugendlichen Hilfe an?

Die folgende Liste enthält Kontaktdaten von Organisationen, die kostenlos Hilfe anbieten.

Hilfestellung bei Problemen und Sorgen

Suizidprävention

Sucht und Drogen

Sicherheit im Internet und bei digitalen Medien

Sexuelle Gesundheit und Verhütung

Gewalt und Missbrauch

  • Femmes en détresse – service Oxygène https://fed.lu, Tel. 49 41 49, oxygene@fed.lu
  • Alupse, www.alupse.lu Tel. 2618481
  • ECPAT, Tel. 26 27 08 09, ecpat-luxembourg@ecpat.lu
  • Aktioun Bobby (Police judiciaire – pour enfants victimes de violence physique, psychique ou sexuelle) Tel. 123 21
  • La Main tendue a.s.b.l. http://www.lamaintendue.lu/, Tel. 26 60 04 65 84 oder Tel. 20 60 04 65 20, info@lamaintendue.lu

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